Ingenieur + Kunst = Ingenieurskunst

Aus Liebe zur Technik

Unverwechselbare Produktgestaltung, Wertigkeit und faszinierende Technik sind wesentliche ​Wettbewerbsvorteile deutscher Ingenieurskunst.​ Mit der VDI Veranstaltungsreihe zu Ingenieurskunst wollen wir die Einzigartigkeit ingenieurwissenschaftlicher Leistungen vermitteln und die Begeisterung für Technik und kunstvolle Gestaltung wecken und fördern. Ingenieur sein bedeutet mehr, als bloßes Berechnen oder Konstruieren. Ziel der Projektreihe ist es, die Verschränkung von ingenieurwissenschaftlichem Tun und Kunst einem breiten Publikum zugänglich zu machen und zu zeigen.

Im Zentrum der Reihe Ingenieurskunst stehen Vortragsabende, Präsentationen von Exponaten und ein Wettbewerb mit Preisverleihung zu herausragenden Beispielen der Ingenieurskunst,​ in denen höchste technische Kompetenz und ein unverwechselbares ​Erscheinungsbild miteinander verschmelzen.

Ausgestellt und vorgetragen an Orten, die symbolisch für Technik und Kunst stehen, kommen dabei Objekte aus verschiedensten ingenieurswissenschaftlichen Themenfeldern in Frage, die durch ihre kunstvolle Gestaltung einen Mehrwehrt bieten. Auch Kunstwerke von Ingenieuren, die außerhalb ihres Berufs geschaffen wurden und damit ein hohes Maß an Kreativität ausdrücken, sind denkbar.

Perfekte Technik, schön gemacht

Ingenieurskunst im Wettbewerb

Zentraler Baustein der Veranstaltungsreihe ist die Ausschreibung eines Wettbewerbs für Produkte und Entwicklungen mit folgenden Zielen:

  • Förderung und Anerkennung kreativer Leistungen von Ingenieuren im Bereich Kunst und Technik​

  • Prämierung besonderer Produkte oder Entwicklungen, die Ingenieurskunst repräsentieren 

Gesucht werden dabei herausragende ästhetische Ingenieurleistungen. Lösungen, die über das Potenzial verfügen, Designtrends zu setzen. Lösungen, die Mehrwert durch Gestaltung schaffen.​ 

Hauptkriterien bei der Bewertung sind:

  • Funktion
  • Wertigkeit
  • Ästhetik

Dem technischen Produkt eine Seele geben

Die Themenfelder der Projektreihe Ingenieurskunst gliedern sich in drei Bereiche, in denen sich die Wechselbeziehung von Kunst und Technik ausdrückt.

1. Die inneren Werte >> Faszination und Schönheit der Technik​ – geschaffen von deutschen Ingenieuren.

2. Design follows function >> Mehrwert durch Gestaltung technischer Produkte​

3. Die schönen Künste >> Kreative Ingenieure

Um eine möglichst ganzheitliche Perspektive auf die vielschichtigen Formen der Ingenieurskunst zu ermöglichen, wird ein Schwerpunkt darauf liegen, die Nutzung von Techniken herauszuarbeiten, die es ermöglichen, Kunst zu schaffen. Denn Technik virtuos zu beherrschen, ist die Kunst des Ingenieurs. Zwar lassen sich Gesetze der Ikonographie auch per Lehrbuch vermitteln, etwa beim Betrachten des Designs eines Sportwagens. Was ein Modell jedoch zur Ikone einer ganzen Generation werden lässt, bleibt ein geheimnisvolles Zusammenspiel verschiedenster Faktoren, die allesamt im Begriff der Ingeineurskunst aufgehen. Diesem Zusammenspiel sind wir mit der Ausstellung ganz konkreter Produkte auf der Spur.

Thematische Beispiele

Mehrwert schaffen durch Kunst am technischen Produkt

Wie organisch lassen sich technische Leistungen in Gebäuden integrieren, sodass der Gesamteindruck des Bauwerks künstlerischen Charakter erhält? 

Es gibt solche Beispiele und wir möchten sie zeigen. Rechts im Bild sehen Sie eine künstlerisch gestaltete Photovoltaikanlage, die als Teil der Gebäudehülle konstruiert ist.

Gerade im Bereiich der Fasssaden-Architektur gibt es durch Carbon virtuose Gestaltungen von Wänden und Gebäuden.

Künstlerisch wertvoll- aber schwer umzusetzen

Was passiert, wenn der klassische Design-Leitsatz "Form follows Function" auf den Kopf gestellt wird, lässt sich zum Beispiel am Olympiadach im Norden Münchens live erleben.

Es sind künstlerische Extreme, wie diese, die das Ingenieurwissen herausfordern. Getreu nach dem Motto "Function follows Design" bewegen sie sich am Rande des Konstruierbaren.

Schönheit aus dem Windkanal: ein Widerspruch?

Gesetze der Aeorodynamik versus Harmonie in der Gestaltung:

Welche technischen Produkte verfügen über Merkmale, bei denen die Gesetze der Aerodynamik dergestallt Anwendung gefunden haben, dass ihnen auch ästhetisch Ausdruck verliehen wurde?

Beispiele aus der Automobilbranche sind hier ebenso denkbar, wie Gebäude, bei denren Konstruktion Elemente der Stromliniengestaltung zentral waren. 

Von Lichttechnik zu Lichtdesign

Der Mehrwert durch künstlerische Gestaltung von Licht oder Licht als Kunstobjekt:

Ingenieure entwickeln neue Lichttechnologien, die Künstlern und Designern ganz neue Wege der Gestaltung eröffnen.​ Ein Beispiel sind die Scheinwerfer eines Fahrzeugs, die dem Auto ein unverwechselbares Gesicht geben. Durch neue Technologien werden aber auch neue, kundenwertige Funktionen geschaffen.​ Licht ist nicht nur Beleuchtung, sondern beeinflusst die Sinne des Menschen, so wie Kunst.​ Lichtkunst basiert auf Ingenieurskunst​

Ästhetik pur-genial konstruiert

Außergewöhliche technische Leistungen, die Betrachter nur staunen lassen:

Ob Rekordbrücken, deren überwundene Distanz sich dem Betrachter nicht oder nur Dank eines Weitwinkelobektivs bzw. aus der Luft auf einen Blick erschließen lässt oder Riesenräder, deren Stahlkonstruktion über die scheinbar filigrane Statur ihres Gesamtkunstwerks erst bei näherer Betrachtung ihre robuste Beschaffenheit verraten. Technische Leistungen wie diese haben das Zeug, einem die Sprache zu verschlagen. HIer sind Kräfte buchstäblich in Bewerung. Gleiches gilt für Teleskope, bei denen Funktionalität und Design zur Deckung kommen.

Ingenieurskunst ist...

  • die Schaffung unverwechselbarer, wertiger Produkte im Sinne des Kunden​
  • die Vermittlung der Faszination von Technik und Gestaltung​
  • Begeisterung für Technik sichtbar und spürbar machen​
  • die Symbiose von Innovation, Nachhaltigkeit und Design​
  • alle Sinne anzusprechen​

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Initiator der Projektreihe

Dipl.-Ing. (FH) Rupert Zunhammer
Vorstandsmitglied