Ultrakalte Atome im Erdorbit - Quantentechnologie zur Gravitationsmessung
Beschreibung
Der Klimawandel stellt uns heute vor große Herausforderungen. Es ist von zentraler Bedeutung, die Auswirkungen auf unseren Planeten zu verstehen, damit entsprechend gehandelt werden kann. Ein Baustein dabei ist die Massenverteilung auf der Erde und ihre Änderung aufgrund von Prozessen wie dem Schmelzen des Polareises und dem Anstieg des Meeresspiegels. Bereits seit mehr als 25 Jahren werden daher geodätische Messungen aus dem Weltraum durchgeführt, die Auskunft zur globalen Massenverteilung geben.
Nun sollen neuartige Sensoren entwickelt werden, um die zeitliche Auflösung und Genauigkeit der Messungen zu erhöhen. Vielversprechende Kandidaten hierfür sind Quantensensoren, die auf den Welleneigenschaften von ultrakalten Wolken aus Atomen beruhen. Sogenannte Atominterferometer ermöglichen eine hohe Langzeitstabilität und Sensitivität. Ihre technische Entwicklung und Qualifikation nehmen derzeit rasant an Fahrt auf, unter anderem gestützt durch die europäische Kommission.
Dieser Vortrag beschreibt wie diese Quantensensoren funktionieren, wofür sie eingesetzt werden können und wie ihre Entwicklung auf dem Weg in den Weltraum vorankommt.
Maike Lachmann arbeitet bei Airbus Defence and Space an frühen Studien für zukünftige Weltraumtechnologien. Es geht häufig darum, neue Technologien aus den Unis in die Industrie zu bringen. Im EU-geförderten Projekt CARIOQA-PMP ist sie die Systemingenieurin für den Sensorkopf eine Quantensensors zur Gravitationsmessung. Vor ihrer Zeit bei Airbus hat sie im Feld der Quantenoptik promoviert und war als PostDoc tätig.
Weitere Infos auf der Homepage der Sternwarte Rosenheim: https://www.sternwarte-rosenheim.de
Sprecher
Dr. Maike Lachmann, Airbus Space and Defence, OttobrunnAuf einen Blick
Datum
11.06.2026 - 11.06.2026
Uhrzeit
18:30 - 21.00 Uhr
Veranstalter
BG Rosenheim
in Kooperation mit
TH Rosenheim
Ort
Hochschulstr. 183024 Rosenheim
Campus Rosenheim - Raum B0.23
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