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Vortragsabend zu Maschine Learning zusammen mit acatech

Maschinelles Lernen kann einen wertvollen Beitrag zur Steigerung der Effizienz leisten. Inwiefern dieses KI-basierte Verfahren im Produktionsumfeld angekommen ist und welche Anwendungen dort bereits Realität sind, diskutierten am 1. Februar Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft

bei einer virtuellen Ausgabe von acatech am Dienstag, die von acatech in Kooperation mit dem VDI Bezirksverein München, Ober- und Niederbayern stattfand.

Ist Künstliche Intelligenz (KI) nur ein Schlagwort, mit dem sich produzierende Unternehmen gerne schmücken? Oder kann die Produktionstechnik wirklich davon profitieren? Diese Fragen stellte acatech Mitglied Michael Zäh, TU München, ins Zentrum seines einführenden Vortrags.

Ausgehend von einer Definition von „Intelligenz“ ordnete er zunächst die zentralen Begriffe: Künstliche Intelligenz beziehe sich auf die Nachbildung der menschlichen Fähigkeit, Schlussfolgerungen zu ziehen und Entscheidungen zu treffen; Maschinelles Lernen müsse als die Menge an Algorithmen, die aus Daten selbstständig lernen, verstanden werden. Deep Learning sei wiederum eine Methode des Maschinellen Lernens, die durch vielschichtige, rückgekoppelte neuronale Netze aus einer Vielzahl an Daten Zusammenhänge lernt.

Michael Zäh brachte anschließend vier Projektbeispiele, die belegen, dass es mit Hilfe Künstlicher Intelligenz möglich ist, die Produktionstechnik voranzubringen und neue Wirtschaftlichkeitspotenziale zu erschließen. So habe beispielsweise ein Belegungsplan für Montagelinien, der bereits seit 2005 in der Anwendung ist und auf einem genetischen Algorithmus beruht, zu besserer Qualität des Planungsergebnisses, zu geringeren Materialkosten, besserer Kapazitätsnutzung und erhöhter Produktivität geführt. Künstliche Intelligenz, so das Fazit von Michael Zäh, sei sehr viel mehr als nur ein Schlagwort, die Produktionstechnik könne in vielfältiger Weise von ihr profitieren. 

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Malte Broxtermann (Berylls Strategy Advisors), Alexander Schließmann (Forcam GmbH) und acatech Präsident Jan Wörner [im Uhrzeigersinn] bei acatech am Dienstag zum Thema „Maschinelles Lernen in der Produktion“. Foto acatech