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Industrial IoT zum Erleben und Anfassen

Eine gemeinsame Exkursion der VDI fib – Frauen im Ingenieurberuf und des VDI AK Unternehmer und Führungskräfte am 22. Oktober zum Accenture IIOT Innovation Center in Garching.

Im Accenture IIOT Innovation Center - Disruptive Technologies, einem Zentrum für digitale Lösungen, konnten die Teilnehmer das „Industrial Internet of Things“ erleben und anfassen. Gastgeber des Abends waren der Management- und Technologie-Dienstleister Accenture sowie die Firma Avanade, ein Unternehmen für IT-Beratung und -Services. 

Spannende Vorträge und ein Besuch in der Fabrikhalle

Im Zuge des digitalen Wandels in der heutigen Zeit wird es immer relevanter, sich mit Themen wie intelligente Technologien, IoT und smarte Produktion zu befassen, um insbesondere im industriellen Umfeld mithalten zu können. Wer sich einen Überblick zu diesen Themen verschaffen und so manche Lösung auch hautnah nachvollziehen wollte, war am Abend des 22. Oktober 2019 im Accenture IIOT Innovation Center in Garching goldrichtig.

Neben einer Reihe spannender Vorträge und einem anschließendem Get-together erwartete die rund 50 Teilnehmer der ausgebuchten Veranstaltung das Highlight des Abends: ein Rundgang durch die Fabrikhalle, in der zahlreiche Versuchsaufbauten veranschaulichten, wie intelligente Lösungen und Strategien bereits heute aussehen können. Diese wurden auch live vorgeführt.

Rund um Digitalisierung und Innovation

Nach einer Begrüßung durch Dr. Carmen Tesch-Biedermann vom VDI und Petra Kaltenbach-Martin von Avanade Deutschland, die die Inhouse-Organisation der Redner übernommen hatte, folgten fünf Impulsvorträge rund um Digitalisierung, Wandel und Innovation. Zwischen den Vortragseinheiten gab es genügend Zeit für Diskussionen und auch das leibliche Wohl kam nicht zu kurz.

 „Digitalisierung bedeutet Veränderung“

Andreas Schuler, Geschäftsführer von Accenture, stellte dar, wie es Unternehmen auch in Zukunft gelingt, wettbewerbsfähig zu bleiben - denn Wettbewerbsfähigkeit ist einer der entscheidenden Faktoren, um im digitalen Wandel mithalten zu können. Denn konnten Unternehmen vormals noch Jahrzehnte am Markt bestehen, so ist es in der heutigen Zeit oft nur für wenige Jahre.

In dem Vortrag Digital Twin – Baustein intelligenter Digitalisierung für neue Eco-Systeme thematisierte Karin Sondermann, Leiterin für Solution Advisory bei Avanade, das Testen eines Produkts mithilfe eines Digital Twins. Durch einen digitalen Zwilling ist es möglich, schon vor der Existenz eines realen Produktes oder Prozesses festzustellen, ob dieses tatsächlich die gewünschten Eigenschaften aufweist, bzw. diese Eigenschaften zu designen oder zu optimieren. Auch die Bedeutung von Produktlebenszyklen, Künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen wurden dabei thematisiert.

Über die Herausforderungen und Chancen von Digitalisierung sprach Marion Lange, Technology Consultant Analyst bei Accenture. Hervorzuheben seien drei wichtige Aspekte im Zuge der Digitalisierung: es bedürfe neben einer Kultur der Gleichberechtigung auch eines offenen und innovativen Mindsets sowie eines „Empowerment Environment“, in dem die Mitarbeiter autonom und selbstbestimmt agieren können.

Christiane Noll, Geschäftsführerin von Avanade Österreich, regte mit Ihrem Vortrag über Solidarität in der digitalen Welt, in der es unter anderem um Veränderung und Diversität ging, eine Diskussion über Vorbilder für junge Frauen im Geschäftsumfeld an. Zudem betonte sie, dass den teils großen Altersunterschieden in Betrieben mehr Beachtung geschenkt werden sollte. So habe ein 21-jähriger Mensch schließlich ganz andere Vorstellungen als mit 63 Jahren; einem Alter, in dem man zum Teil bereits seit Jahrzehnten in der gleichen Firma tätig ist.

Industrial IoT live erleben und anfassen

Im Rundgang durch die Fabrikhalle wurden den Teilnehmern verschiedene Versuchsaufbauten gezeigt. Neben 3D-Druckern führten die Beteiligten beispielsweise auch einen Handschuh vor, der mithilfe eines integrierten Scanners Produkte effizienter scannen kann sowie ein Gerät, das mithilfe von Kameras Geräusche farblich darstellt – und das sogar bei über 100 m entfernten Objekten.

Für Begeisterung sorgten auch die weiteren Stationen der Fabrikhalle, die verdeutlichten, welche Potenziale bereits jetzt mit Einsatz von Methoden des IIOT wie Künstlicher Intelligenz erreichbar sind. Ein intelligenter Greifroboter veranschaulichte beispielsweise, wie sich das Prinzip einer Smart Factory umsetzen lässt.

Gemeinsame Sache

Die Veranstaltung, die bei den Teilnehmern großen Anklang fand, wurde von den VDI-Arbeitskreisen Frauen im Ingenieurberuf (VDI fib) und Unternehmer und Führungskräft (VDI UuF) organisiert. Auch künftig wird es weitere gemeinsame Veranstaltungen dieser Art geben. Unter den Teilnehmern waren an diesem Abend auch Mitglieder der VDI Cross Cultural Group und des VDI/VDE Arbeitskreises Informationstechnik sowie Gäste.

Mehr Eindrücke vom Abend im IIOT Innovation Center in Garching in der Bildergalerie

Sarah Stingl

.l.n.r.: Karin Sondermann (Avanada), Dr. Carmen Tesch-Biedermann (VDI), Petra Kaltenbach-Martin (Avanade), Marion Lange (Accenture) und Andreas Schuler (Accenture)

Dr. Carmen Tesch-Biedermann (Leiterin der VDI Frauen im Ingenieurberuf, links) und Dipl.-Ing. Christa Holzenkamp (stellvertretende Vorsitzende des VDI und Leiterin des VDI Arbeitskreises Unternehmer und Führungskräfte)

In Gruppen wurden die Teilnehmer in der Fabrikhalle herumgeführt

An den Stationen vor Ort wurden die IIOT-Lösungen auch live vorgeführt

In verschiedenen Impulsvorträgen wurden den Teilnehmern Methoden und Lösungen rund um IIOT näher gebracht

Zwischen den Vorträgen wurde rege diskutiert