Größtes portables Riesenrad geht an den Start

„Say hi to the sky“ heißt es ab dem 14. April im Werksviertel-Mitte direkt am Ostbahnhof, beim entschleunigenden Abheben in den Himmel über Bayerns Metropole. Denn am Palmsonntag ist Publikumseröffnung. 

In ganz Deutschland gibt es kein zweites Riesenrad, das die Fahrgäste so hoch hinaus schweben lässt, wie das Hi-Sky München. Knapp 80 Meter erreichen Sie bei einer Geschwindigkeit von nicht einmal einem Kilometer pro Stunde; genug Zeit also, um sich die Weltstadt mit Herz einmal in Ruhe aus der Vogelperspektive zu Gemüte zu führen. 

Die Eintragung im Guinness-Buch der Rekorde als größtes mobiles Riesenrad der Welt verdankt das Riesenrad vom Typ R80 XL des niederländischen Designers Ronald A. Bussink und hergestellt vom Münchner Stahlbauunternehmen MAURER SE seinen mobilen Eigenschaften. Denn es ist nicht fest im Boden verankert, sondern steht dank seines Gewichts von rund 1.500 Tonnen bei Wind und Wetter stabil am Boden. 

Tradition und Innovation verbinden MAURER SE und VDI 

Münchens neue Attraktion geht auch mit Ermäßigungen für VDI Mitglieder an den Start. VDI Mitglieder zahlen bei Vorlage ihres Mitgliedsausweises für eine 30-minütige Fahrt nur 12,50 statt 14,50 Euro.

Den VDI Verein Deutscher Ingenieure und MAURER SE verbinden mehr als 60 Jahre partnerschaftliche Förderung des Ingenieurwesens. Absolutes Highlight in diesem Jahr wird die gemeinschaftliche Ausrichtung des VDI Preises sein, der heuer am 15. November verliehen wird.

Unmittelbar vor der ersten Fahrt: Geschäftsführender Direktor des Riesenrad-Herstellers MAURER SE Dr. Christian Braun und die Marketingleiterin Judith Klein mit Dr. Maria Kuwilsky-Sirman vom VDI in München.

Herausforderungen in der Konstruktionsphase: "Und dann kam der Schnee"

Das Riesenrad hat einen Durchmesser von 74 Metern und eine Gesamthöhe von 78 Metern. Es verfügt über 27 Zeppelin Gondeln, die jeweils für 16 Fahrgäste Platz bieten. Innerhalb von einer Stunde können je nach Drehgeschwindigkeit 1.700 Personen befördert werden.

Die klimatisierten Gondeln sind sicher und bequem über eine erhöhte Plattform zu begehen. Der gesamte Wartebereich ist mit einer transparenten Konstruktion überdacht, sodass die Besucher vor schlechtem Wetter geschützt sind. Die Zugangskontrolle ist vollautomatisch.

Der VDI fragt nach

Dr. Christian Braun im Gespräch mit dem VDI über die Konstruktionsphase des MAURER-Riesenrads vom TYP R80 XL.

VDI: Herr. Dr. Braun, am Palmsonntag ist es soweit: Die neue Attraktion der Stadt nimmt Fahrt auf und ab sofort wird ein Motto in München wohl „say hi to the sky“ lauten. Wie viele Ingenieure waren denn mit der Konstruktionszeit beschäftigt?

Dr. Christian Braun: Die Ingenieure haben ihre Leistung ja schon vor einiger Zeit vollbracht, nämlich als das Rad konstruiert wurde. Da waren zehn Mitarbeiter damit betraut. Von Entwicklungsseite gab es meines Wissens vier Personen, die involviert waren. Natürlich gibt es bei solchen Projekten auch immer herausragende Personen, wie Herrn Bussig, der das Rad designed hat

In der Ausführungsphase sind von unserer Seite drei Mitarbeiter kontinuierlich damit befasst gewesen; für die Montage waren es 20. Mit dem Aufbau haben wir in der zweiten Februarwoche begonnen.

Im Januar haben wir hier planiert und Magerbeton an den Fußpunkten der sechs Maste aufgebracht. Und dann kam der Schnee, was dazu geführt hat, dass wir das Rad in gerade einmal zwei Monaten hingestellt gestellt haben.

VDI: Das Wetter kann man natürlich nie einplanen und doch hat alles geklappt. Am Sonntag ist offizielle Eröffnung. Sind Sie dabei?

Dr. Braun: Ich bin dabei. Und ich bin froh, dass es genau an dem Tag eröffnet wird, den ich von Anfang an genannt habe – Palmsonntag. Es ist eine Punktlandung mit sehr viel Zeitdruck am Schluss, insbesondere was Baugenehmigungen und TÜV-Abnahme betrifft; also Dinge, die man nicht immer so genau planen kann.

VDI: Eine Punktlandung, zu der wir vom VDI ganz herzlich gratulieren.