Technik bei Höchsttemperaturen beim großen VDI Sommerfest „Technik im Park“

Vor über 15 Jahren haben die unzähligen Exponate der Hauptabteilung „Landverkehr“ des Deutschen Museums im Verkehrszentrum eine neue Heimat gefunden. Und auch die Gäste des VDI Sommerfestes fühlen sich auf der Theresienhöhe schon fast wie zu Hause. Denn wie im letzten Jahr lud die Chefin des Hauses, Dr. Bettina Gundler, die technikbegeisterten VDI Mitglieder zu einem Vortrag in das Auditorium in Halle III.

Was uns bewegt! 

Nach der herzlichen Begrüßung durch den Vorstandsvorsitzenden des VDI Süd, Prof. Peter Pfeffer, gab Frau Bettina Gundler den Gästen einen interessanten Einblick in die aktuelle Ausstellungsplanung. Heute, so Gundler, hätten ca. 75% der Museumsbesucher keine technische Vorbildung mehr. Es ist eine große Herausforderung, Begeisterung und Interesse zu wecken und bei den Themen Verkehr und Mobilität kann und muss man die Nutzerseite ansprechen. Auch im Museum selbst hat sich der Fokus geändert: Von der Betrachtung von Einzelfahrzeugen hin zum Netzwerk Mobilität und den Interaktionen zwischen Fahrzeug und Infrastruktur.

Im Reich der vergangenen Zukünfte

Anhand einiger Exponate erläuterte Dr. Gundler die Grundproblematik des technischen Fortschritts: Am Anfang ist eine Neuentwicklung nur eine Erfindung und noch keine Innovation. Auch die ambivalente Haltung der Gesellschaft gegenüber technischen Neuerungen ist kein Phänomen unserer Zeit, sondern altbekannt. Viele Visionen zur Mobilität wurden eher verspottet als akzeptiert, denn „die Technik der Zukunft hat viel damit zu tun, was wir uns davon versprechen.“

Keine euphorischen Visionen

Viele der heutigen Ideen und Geschäftsmodelle zur Mobilität sind nicht wirklich neu und waren in der einen oder anderen Form schon da. Sinn der neu gestalteten Ausstellungsbereiche ist es, Zukünfte der Mobilität anhand aktueller technischer Entwicklungen zu zeigen, aber auch die heftigen Diskussionen und die Sollbruchstellen darzustellen, die die grundlegenden Entscheidungen über die Mobilität von Morgen mit sich bringen. Geplant ist eine möglichst objektive Darstellung, keine Ansammlung euphorischer Visionen.

Und die Besucher sind Teil der Ausstellung, denn die eigene Einschätzung individueller Mobilität kann anhand verschiedener Szenarien überprüft werden. Am Ende Ihres Vortrages sprach Bettina Gundler über die Schwierigkeit, die Mobilität von Morgen anschaulich darzustellen, und bat alle, die Exponate hätten, sich zu melden.

Im Anschluss ging es bei heißen 34 Grad noch gemeinsam zum Wirtshaus am Bavariapark. Bei guten Gesprächen und leckerem Essen konnten neue Kontakte geknüpft und sich miteinander ausgetauscht werden. So fand das Sommerfest einen gelungenen Abschluss und war ein voller Erfolg.

</