Der Zweifel als Motor der Wissenschaft

70 VDI-Mitglieder und Interessierte kamen am 27. Februar ab 18.00 Uhr in der Hochschule München zusammen, um Dr. Josef M. Gaßner zum Thema Fake-New und „alternative Theorien“ zu hören. 

Gastgeber dieses besonderen Vortrags war der Arbeitskreis Technikgeschichte des VDI Süd. Im Zentrum stand zunächst die Frage, wie der Mensch ganz generell Wissen generiert und wie es um die Positionierung von Mensch und Wissenschaft im Zeitalter „alternativer Fakten“ und „Fake News“ bestellt ist. 

Die Naturwissenschaft hat hierfür über die Jahrhunderte einen Prozess aus Versuch und Irrtum entwickelt, der aus einer Aneinanderreihung von Modellen und Hypothesen besteht, die im Grunde nie den Prüfstand verlassen haben. Folgt man Gaßner, so ist seit je her der Zweifel der Motor wissenschaftlicher Errungenschaften.

Anschaulich und kurzweilig referierte der theoretische Physiker, Kosmologe und Grundlagenforscher über sogenannten „alternative Theorien“, die im Zeitalter moderner Medien und sozialer Netzwerke effektive Multiplikationseffekte erfahren und so auch auf immer breiteres Verständnis.

Dass Fehlinformationen und deren Streuung teils globale Konsequenzen nach sich ziehen, lehrt die Geschichte. Gaßner erläuterte die Zusammenhänge rund um die Mondlandung oder Chemtrails und sensibilisierte eindrucksvoll, wie jeder selbst hinterfragen kann, ob und in welchen Fällen die Eigenbeobachtung bestimmten Unschärfen unterliegt. Wichtig sei, zu erkennen: „hoppla, ich bin in einer Filterblase.“