„Bleibt alle gesund und werdet alle 100 Jahre alt“

Wie viel geballte Ingenieurskompetenz hinter einer 65-jährigen VDI Mitgliedschaft stecken kann, bewiesen Dipl.-Ing. Oskar Funke, Ing. Utz Grosser und Dr.-Ing. Peter Hailer eindrücklich, als sie am Abend des 20. März im Ammersee-Saal des TÜV SÜD im feierlicher Runde die Urkunden für ihre 65-jährige Zeit im Verein Deutscher Ingenieure entgegen nahmen.

Unter großem Applaus verliehen der Vorstandsvorsitzender des VDI Süd Prof. Dr. Peter Pfeffer und seine Stellvertreterin Dipl.-Ing. Christa Holzenkamp Ehrennadel und Urkunde. Auf Nachfrage vor versammelter Runde, wie es denn um das Verhältnis zum VDI bestellt sei, wurden die drei Geehrten eingeladen, einen ganz persönlichen Blick auf den VDI zu skizzieren. Besonders beeindruckend waren die Worte von Dipl.-Ing. Oskar Funke (97), der in seiner Rückschau auf seine Tätigkeit als Ingenieur vor allem die Freude hervorhob, die er beständig mit seiner Arbeit verband und der mit einem Appell an alle Anwesenden schloss: „Bleibt alle gesund und werdet alle 100 Jahre alt“.

Auch Ing. Utz Grosser begann entschieden, dass ihm die Arbeit als Ingenieur immer Freude bereitet habe. Stolz sei er darauf, in den VDI eingetreten zu sein. Als Selbstständiger habe er übrigens für das Unternehmen Stiebel Eltron die erste Zentralheizung gebaut: „Mein größter Wunsch war es, anderen zu helfen“. Als Ingenieur war das möglich.

Dr.-Ing. Peter Hailer, vormals bei der Linde AG beschäftigt, studierte Verfahrenstechnik, weil ihn die Tätigkeit seines Vaters bereits als Kind enorm fesselte. Und nachdem der heranwachsende Dr. Hailer die VDI Nachrichten nicht nur las, sondern auch Papierflieger darauf zu basteln pflegte, blieb ihm der eigenen Schilderung zufolge kaum etwas anderes übrig, als ebenfalls Ingenieur zu werden.

Zwar habe er während seiner beruflichen Tätigkeiten kaum Zeit für den VDI gehabt. Als er jedoch in den Ruhestand ging, verpflichtete ihn Prof. Linde höchst persönlich, den VDI Arbeitskreis für Senioren, den Prof. Linde zehn Jahre geleitet hatte, zu übernehmen: „Und so bin ich sein Nachfolger geworden, gemeinsam mit meinem Bruder. Und ich muss sagen, dass ich während dieser Zeit sehr viel gelernt habe. Die Arbeit im VDI hat mir immer großen Spaß gemacht“

Es war eine packende Stimmung an diesem Abend, an dem im weiteren Verlauf elf Ingenieure für ihre 60-jährige Mitgliedschaft, 14 für ihr 50. Jubiläum und ganze 20 für ihre 40-jährige Mitgliedschaft im VDI geehrt wurden. Bei intensiven Gesprächen und bester Atmosphäre war das ein äußerst kurzweiliger Abend, an dem einmal mehr zu spüren war, was den VDI ausmacht – seine Mitglieder mit den unterschiedlichsten Lebensläufen und vor allem mit ihrem persönlichen Engagement.